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Bilingualer Unterricht

Bilingual heißt: Ein ausgewähltes Nebenfach wird überwiegend auf Englisch unterrichtet. Bereits seit dem Schuljahr 2002/2003 besteht an der Eichendorffschule Wetzlar die Möglichkeit, die Liebe zur englischen Sprache zu entwickeln oder auszuleben sowie frei von Notendruck Englisch zu sprechen und sich so besser auf Oberstufe, Studium und Beruf vorzubereiten. Ziel ist, in einer zunehmend globalisierten Welt frei Englisch zu sprechen. Die englische Leistung wird nicht benotet, nur die Beiträge zum Inhalt des Faches selbst sowie Vokabeltests.

Folgende Fächer werden angeboten:

Klasse 7: Sport
Klasse 8: Musik
Klasse 9 und 10: Geschichte

Wie kommt man in einen bilingualen Kurs? Die Schülerinnen und Schüler stellen mit ihren Eltern einen Antrag auf Aufnahme in den bilingualen Kurs. Dazu erhält man rechtzeitig ein Formular von mir. Die Klassenleitungen, die jeweilige Englischlehrkraft und ich entscheiden über die Teilnahme. Besonders geeignete Kinder erhalten eine Empfehlung von uns, sofern kein Antrag gestellt wurde. Nach einer Entscheidung durch uns bekommt man einen Brief von mir. Die Aufnahmekriterien: Die Schülerin / Der Schüler sollte gerne Englisch sprechen, gute/befriedigende Noten in Englisch und Deutsch haben sowie grundsätzlich gerne mündlich mitarbeiten. Ferner sollte das zusätzliche Lernen von Vokabeln (benotet) keine Belastung verursachen. Auch ein Interesse am Fach Sport, Musik und Geschichte (je nach Jahrgang) sollte vorhanden sein.

Besonderheiten: Der bilinguale Kurs Biologie bzw. Musik wird zweistündig pro Woche unterrichtet, parallel zum Deutsch sprechenden Kurs. Der Bili-Kurs im Fach Geschichte findet jedoch dreistündig statt (eine Wochenstunde mehr, in der Regel vormittags). Die Teilnahme im Fach Sport und im Fach Musik gilt nur im jeweiligen Schuljahr, also nur für je ein Jahr. Danach muss wieder ein Antrag gestellt werden. In Geschichte ist die Belegung für zwei Jahre verpflichtend. Ein Beginn ist nur in Klasse 9 möglich. Ein vorzeitiges Verlassen von Kursen ist nur in besonders schwerwiegenden und individuell bedingten Gründen möglich. Die Unterrichtsinhalte im bilingualen Kurs und im Deutsch sprechenden Kurs sind übrigens gleich.

Bei Beratungsbedarf, ob ein bilingualer Kurs sinnvoll ist, wendet man sich bitte an die Englisch-Lehrkräfte. Für organisatorische Fragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Ansprechpartner

André Schmidt
Koordinator Wahlpflichtunterricht/Bilingualer Unterricht

Der bilinguale Geschichtsunterricht

„Ich war so mit dem Geschichtsthema beschäftigt, dass ich nicht gemerkt habe, dass ich dazu die englische Sprache benutzt habe.”
(Zitat einer Schülerin im Unterricht des Jahrgangs 10, 2015)

In den Jahrgängen 9 und 10 des Gymnasialzweigs besteht das Angebot des bilingualen Geschichtsunterrichts.

Was soll der bilinguale Geschichtsunterricht bringen?

Menschen sind heute in einer immer weiter zusammenwachsenden Welt sowohl privat als auch beruflich zunehmend auf eine zweite Sprache neben der Muttersprache angewiesen, die sie mündlich und schriftlich differenziert, sicher und geläufig beherrschen. Im bilingualen Geschichtsunterricht erfahren die Schüler die englische Sprache als ein Werkzeug, um sich über historische Sachverhalte zu verständigen. Dabei steht nicht die Sprache im Fokus, sondern das geschichtliche Thema. Die Schüler erweitern ihre fremdsprachlichen Fähigkeiten und erhalten zusätzliche Blickrichtungen auf historisches Geschehen.

Was ist der Unterschied zum “normalen Geschichtsunterricht”?

Der bilinguale Geschichtsunterricht umfasst drei Wochenstunden und ist, wenn er gewählt wurde, für zwei Jahre verpflichtend. Die Unterrichtssprache ist Englisch. Grundlage sind zumeist englischsprachige Quellen, Texte, Statistiken, Karten etc. Bildquellen spielen aufgrund ihrer leichteren Verständlichkeit eine noch größere Rolle als im deutschsprachigen Geschichtsunterricht. Die Klassenarbeiten im Jahrgang 9 sind zweisprachig, die Klassenarbeiten im Jahrgang 10 werden auf Englisch verfasst. Die Themen und Inhalte entsprechen denen des “normalen Geschichtsunterrichts”; Fächerverbindendes Lernen, Multiperspektivität und das Schauen “über den deutschen Tellerrand hinaus” wird durch das Lesen der englischen Originalquellen verstärkt praktiziert.

Muss man da nicht furchtbar viele Vokabeln lernen?

Das Verständnis der englischsprachigen Quellen und Texte setzt ein breiteres Vokabular voraus, als es die Schüler bis zum Ende der 8. Klasse erworben haben. So eignen sich die Schüler im ersten Halbjahr des Jahrgangs 9 ein grundlegendes Vokabular zu den geschichtlich relevanten Themen wie „Krieg und Frieden”, „Demokratie, Verfassung und Menschenrechte”, „Zusammenleben in Staat und Gesellschaft” und „Wirtschaft” an. In den folgenden eineinhalb Jahren bauen die Schüler auf diesem Wortschatz auf, und die Anzahl der neu zu lernenden Wörter nimmt ab.

Die Lehrerin stellt bei einem einsprachig erteilten Unterricht durch deutschsprachige “Zwischenstunden” am Ende einer Unterrichtseinheit sicher, dass die Schüler in der Lage sind, sich auch auf Deutsch über das behandelte Geschichtsthema zu verständigen.

Wer erteilt den bilingualen Geschichtsunterricht?

Er wird erteilt von einer Fachkollegin, die Englisch- und Geschichtslehrerin ist und über eine Zusatzqualifikation für “Bilinguales Lernen und Lehren” verfügt.

Und zum Schluss: die Lösung für Wissbegierige:

Archimedes von Syrakus (gestorben 212 v. Chr.) soll der Legende nach beim Baden in einem randvoll gefüllten Badebehälter entdeckt haben, dass beim Hineinsteigen in das Bad so viel Wasser ausgelaufen ist, wie er mit seinem Körpervolumen verdrängte. Glücklich über diese Entdeckung soll er mit dem Ausruf „Heureka!” (gr. Ich hab´s gefunden!) herausgesprungen und nackt auf die Straße gelaufen sein.

– Gudrun Krapp –
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Rechtliches

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